IDEC konkret
Intermodale Dezentrierung IDEC
Die Kunst orientierte Beratung von EGIS integriert als besondere und attraktive methodische Form die intermodale Dezentrierung.
Dezentrieren meint prinzipiell eine Distanzierung vom eigentlichen Thema der Sitzung und damit vom Anliegen der Klientin/ des Klienten. Das Loslassen des Problems geschieht in der zeitlich begrenzten Hinwendung zu einer anderen Tätigkeit. Dies ermöglicht neuartige Erfahrungen in Bezug auf das eigene Denken, Handeln und Erleben.
In der Regel geht es dabei nicht um die Illustration oder die Visualisierung der Thematik, sondern um gestalterisch-künstlerisches Handeln mit dem Ziel, ein Werk zu schaffen. Diese Distanzierung kann thematisch vom Anliegen ausgehen und einen bestimmten Aspekt aufnehmen (themennah) oder aber so angelegt sein, dass sie mit dem Anliegen nichts zu tun hat (themenfern).
Bei der Dezentrierung werden zwei grundsätzliche Arten unterschieden: die Spiel orientierte (z.B. ein Vorstellungsgespräch in Variationen) und die künstlerische Dezentrierung (mit dem Anspruch, ein Werk, z.B. ein Bild, eine Choreografie, einen poetischen Text zu schaffen).
In der künstlerischen Dezentrierung besteht die Möglichkeit, von der eingangs gewählten künstlerischen Form (z.B. Arbeiten mit Farbe) im Verlauf der Beratung in eine nächste Kunstform (z.B. Arbeit mit poetischen Texten) zu wechseln. Diese Überführung des Werks in einen neuen künstlerischen Modus wird als intermodale Dezentrierung bezeichnet.
Kennzeichnend für die künstlerische Arbeit ist die Niederschwelligkeit der Angebote: Die eingesetzten Mittel und Medien sollen einfach in der Anwendung und gleichzeitig attraktiv im gestalterischen Potenzial sein. Das Gestalten ist am Prinzip low skills, high sensitivity orientiert.

